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Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer
Unberührt und wild erscheint das Centovalli wörtlich übersetzt das Tal der 100 Täler,
eigentlich sind es weit weniger, beeindruckt durch seine vielen steil abfallenden Schluchten. Tief im Tal wälzt sich die Melazza durch ihr Flussbett, ähnlich dem Colorado im Grand Canyon. Der Fortschritt sollte Anfang des 20 Jahrhunderts mit dem Bau der Centovallibahn
kommen. 79 Brücken und 24 Tunnel wurden für die Bahn gebaut. 1923 wurde die Bahnlinie eröffnet. Den Fortschritt für das Centovalli brachte die Bahn allerdings nicht.
Die Züge durchquerten das Tal und den Bewohner wurde das Auswandern noch viel leichter. Auf der kurvenreichen Centovallistrasse gelangt man nach einer Abzweigung nach Verdasio, einem noch ursprünglichen Tessiner Dorf mit lauter Treppen und Durchgängen. Auf engstem Raum, stehen hier die Häuser am Steilhang übereinandergestaffelt. Auf 700 m Höhe gedeihen hier noch Palmen und es wachsen Pfirsiche und Trauben. Sehenswert sind die drei Herrenhäuser aus dem 17Jhdt. Von Verdasio erreicht man mit einer Luftseilbahn das Dorf Rasa, das einzige Tessiner
Dorf ohne Strassenverbindung und bis 1972 die kleinste Gemeinde im Tessin. Es ist eines der interessantesten Dörfer im Tessin und beeindruckt durch seine herrlichen
Steinhäuser. Sein einstiger Wohlstand stammte aus dem Monopol der Bewohner als Lastenträger im Hafen von Livorno. Mit freundlicher Genehmigung: |