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Mendrisiotto
Geographische Lage und Besonderheiten
Das Mendrisiotto und Basso Ceresio ist eine kleine Region, ein dreieckiges Stück Erde, welches nach Süden bis an die italienisch-schweizerische Grenze reicht: nicht weit entfernt von Lugano, dem Langensee, Como und den
touristischen sowie industriellen Zentren von Oberitalien. Infolge seiner Lage «an den Toren der Schweiz» ist dieses kleine Gebiet, durch die Entwicklung der Verbindungswege, sowie des Verkehrs, eine wichtige
kommerzielle und touristische Durchgangszone geworden. Nachweis dieser Evolution, aufgrund der Entwicklung des Dienstleistungssektors, besonders in Chiasso, sind die zahlreichen industriellen Komplexe bei Balerna und Stabio,
was leider nicht von Vorteil für diese typische Landschaft ist. Sobald man die Autobahn verlässt und sich von den Zentren entfernt, entdeckt man wunderbare Orte, die zum Verweilen einladen und man lernt diesen sonnigen
Fleck Erde kennen, wie z.B. das Muggiotai, fast noch wild und unberührt, dessen Dörfer schroffe Abhänge umklammern oder die Region des Monte San Giorgio, einladend und lieblich, oder auch die Ortschaften am See, die noch den
Eindruck einfacher Fischerdörfer vermitteln.
Ambiente: Land und Leute
Der Aufenthalt in dieser kleinen, jedoch kontrastreichen Region, ist während jeder Jahreszeit erfreulich: im Frühling, wenn die Kraft
der Natur in Gärten und Wäldern erwacht; im Sommer, wenn man sich unter schattigen Pergolen der «grotti» oder am Seeufer erfrischt; im Herbst, wenn sich die Landschaft mit bunten, prächtigen Farben schmückt - und nicht zuletzt
im Winter, der meist mild und schneelos ist.
Die Bevölkerung ist herzlich und aufgeschlossen, auch wenn sie sich, nicht selten, den Fremden gegenüber eher herb und zurückhaltend zeigt. Trotzdem ist der Sinn der
Gastfreundschaft stark ausgeprägt und wer Liebe und Interesse für dieses Stück Land zeigt, dem kommt man bald offenherzig entgegen. Die touristische Tradition dieser Region ist ziemlich
verwurzelt. Der Monte Generoso wurde bereits 1867 touristisch lanciert, also in jenem Jahr, in dem Dr. Carlo Pasta auf der Bellavista das gIeichnamige Hotel errichten liess. Schon damals waren viele Besucher des
Monte Generoso von seiner erhabenen Schönheit fasziniert, von der stillen Einfachheit der darunterliegenden Dörfer, friedlich, rund um ihren eigenen Glockenturm vereint und natürlich von der Natur, besonders vielseitig und
üppig grosszügig zu herrlichen Ausflügen einladend. Noch heute sind für viele die Wanderungen längs der Wege des Monte Generoso (ab Capolago mit der typischen Zahnradbahn), oder jene vom Monte San Giorgio
(Seilbahn-Verbindung von Serpiano hinunter zum See) oder vom Bisbino, Ausgangspunkte für ein besseres Kennenlernen dieser Region.
Dank ihrer zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten erreicht man Steilen, die noch unberührte Oasen des Friedens darstellen, fern von Hast und Lärm der modernen Zivilisation. Herrlich gelegene
Aussichtspunkte entlang der Wege beherrschen die ganze Region, die sich wie ein vielfarbiger Fächer vor den Blicken ausbreitet.
Sportmöglichkeiten und Kulturangebote
Neben Ausflügen und Wanderungen können viele Sportarten ausgeübt werden: vor allem Wassersport, wie Schwimmen, im See oder in drei
Schwimmbädern: in Bissone, Chiasso und Mendrisio, sowie im Hallenbad in Serpiano. Segeln, Windsurfen und Wasserski für Geübtere. Für Tennisliebhaber gibt es zahlreiche Plätze in Besazio, Brusino, Chiasso,
Maroggia, Mendrisio, Morbio Inferiore, Salorino und Stabio. Zwei Reitschulen - in Novazzano und Stabio - bieten die Möglichkeit zu romantischen Ausflügen durch Kastanienwälder oder Kornfeldern entlang, umgeben von Weinbergen
und blühenden Wiesen, und man entdeckt typische Dörfer, in denen echte Schätze, künstlerische und architektonische, schlummern: Denkmäler, alte herrschaftliche Villen, Kirchen und Kapellen.
Das Mendrisiotto war nicht nur ein ausgezeichnetes Agrarland, sondern auch während Jahrhunderten Heimat berühmter Künstler, die hier besondere Zeugnisse ihrer
Begabung hinterliessen. Künstler, die gezwungen waren, zu emigrieren, um ihre Talente entfalten zu können. Einmal zurückgekehrt in die Heimat verstanden sie mit grossem Geschick im Ausland Gelerntes
in ihren eigenen Dörfern anzuwenden, sowohl zwischen eng aneinander gefügten Häusern, als auch in reichen Herrschaftsvillen und sogar in bescheidensten Kapellen. Das Entdecken des aussergewöhnlichen Anblicks
der Region ist für viele ein Anlass zu einem erfreulichen Abenteuer, auf der Suche nach kostbaren Beweisstücken einer reichen und unvermuteten Vergangenheit. Diejenigen, die ihre eigenen Kenntnisse der Region erweitern
möchten, können die Museen in Mendrisio, Ligornetto, Rancate und Stabio besuchen wo das Ergebnis sorgfältiger Ermittlungen aufliegt: die Malerei und Bildhauerei, die kleine Geschichte unserer grossen Künstler, und nicht zuletzt
die Sitten, Bräuche und Traditionen dieses Stück Landes. In Meride lädt ein kleines Museum ein, mit den geologischen und naturkundlichen Besonderheiten des Monte Sah Giorgio vertraut zu werden, der seit tausenden von Jahren
Fossilien von fundamentaler Bedeutung für die Forscher dieser faszinierenden Wissenschaft, in sich aufbewahrt. Dieser Berg ist, wie der Monte Generoso, für eine außerordentlich reiche und seltene Vegetation bekannt, die einige
besonders rare und in der übrigen Schweiz nicht vorkommende Arten aufweist.
Gastronomie
Um ein vollständiges Bild der Region zu erhalten, darf natürlich keinesfalls die typische einheimische Küche vergessen
werden, die noch besonders im «Grotto» erhalten blieb. Das «Grotto » ist eine im Tessin sehr bekannte Gaststätte, die vor allem in jenen Zonen liegt, in denen Wein hergestellt wird, denn ursprünglich war
das Grotto ein Keller zur Weinlagerung, aber auch für Wurstwaren und andere Lebensmittel. Aus diesem Grunde liegen viele Grotti an einem Berghang und man benützte die natürlichen Höhlen als Keller.
Außerhalb befindet sich eine Boccia-Bahn, einige Tische und Bänke aus Stein wo man, im Schatten uralter Bäume, schmackhafte Imbisse, wie z.B. Salami und Formaggini (Käse) aus dem Muggiotal, mit einem guten Glas Wein
geniessen kann. Im Grotto befinden sich ein oder mehrere Räume, die sehr einfach möbliert sind. Der grosse Kamin, über dessen Feuer man die echte Polenta zubereitet, ist der Mittelpunkt des Lebens im Grotto, : hier wird
diskutiert und politisiert, man streitet und man schliesst wieder Frieden. Leider sind heute viele dieser Gaststätten verschwunden. In den wenigen Grotti, mit
ursprünglichem Aspekt, ist jedoch der Sinn für die antiken Traditionen sehr lebendig und deshalb konnte auch die Küche ihren natürlichen Geschmack bewahren. Es handelt sich dabei um sehr einfache Gerichte, Vermächtnis einer
bescheidenen Gastronomie, deren Wurzeln in der ländlichen Vergangenheit der Region liegen. Die Polenta z.B. ist gewöhnlich eine Beilage zu Kaninchenfleisch,
Geflügel und Wild. Schweinswürstchen, Mortadella und Zampone werden meist mit Bohnen und Linsen serviert. Verschiedenerlei Gemüse, meist aus dem eigenen Familiengarten, sind die Zutaten herrlicher Suppen, wie Minestrone und
Kürbis-Suppe, die man mit Weiss- oder Gelb-Brot (MaismehI) isst. Auch die Busecca, eine schmackhafte Gemüsesuppe, angereichert mit kleingeschnittenen Kutteln, ist ein typisches Gericht der Region, das vor allem in den
Wintermonaten beliebt ist. Das Grotto am Seeufer hingegen offeriert Fischspezialitäten, unter denen zweifellos die Forelle «in carpione» am bekanntesten ist: gebratener Fisch, kalt serviert, mariniert mit Essigsauce,
Zwiebeln und Gewürzen.
Veranstaltungen und Traditionen
im Laufe des Jahres finden viele Feste und Veranstaltungen innerhalb der
Region statt. Einige stammen aus alten Zeiten wie vor allem religiöse Feste, Prozessionen und andere Feierlichkeiten. In der Woche vor Ostern gibt es vor allem zwei traditionsgemässe bedeutende Veranstaltungen: die historischen
Prozessionen von Mendrisio, die auf das Jahr 1600 zurückgehen und sich noch heute wie damals, am Gründonnerstag- und Karfreitag-Abend durch die Strassen bewegen, ein eindrucksvolles Schauspiel, das den Zauber eines Ritus
verewigt, der Jahr hunderte überdauerte.
Eine jüngere, aber keineswegs weniger eindrucksvolle Darstellung von Passion
und Kreuzigung Christus findet am vorhergehenden Mittwochabend in Coldrerio statt. Ausser den Festen bereichern Konzerte, Ausstellungen und sportliche Veranstaltungen, nicht selten auch internationalen Charakters, den
Jahreskalender.
Touristik-Angebot Die touristische Infrastruktur verfügt über ein gutes qualitatives sowie
quantitatives Niveau. Hotels bester schweizerischer Tradition sowie auch kleine familiäre Pensionen stehen allen zur Verfügung, die das Mendrisiotto als Ferienziel wählen. Günstige Unterkunftsmöglichkeiten werden von
Campingplätzen zahlreichen Ferienwohnungen und -häusern in verschiedenen Orten angeboten.
Das Thermalbad von Stabio, berühmt auf nationaler Ebene, offeriert
Kuraufenthalte, unter ärztlicher Kontrolle, für Personen, die an Rheuma, Arthritis oder Hautkrankheiten leiden. Wegen des besonderen Klimas eignet sich die Region speziell die Gegend von Serpiano, vorzüglich für einen
Aufenthalt von Erholungsbedürftigen und älteren Menschen.
Das Mendrisiotto und Basso Ceresio, dieses kleine bescheidene Stück Land, ist
für alle ideal. Vor allem gibt es hier noch viel zu entdecken und kennenzulernen. Wer es gut kennt und weiss, wie sein wahres Gesicht ist, liebt es. Und wer es liebt, der verweilt gerne hier, denn.... er fühlt sich zu Hause !
Mit freundlicher Genehmigung: Text: Ente Turistico Mendrisiotto Fotos: Ticino Turismo Bellinzona Weitere Auskünfte: Ente Turistico Mendrisotto,6850 Mendrisotto
Tel. ++41 (091) 646 57 61, Fax ++41 (091) 646 33 48 e-mail: info@medrisiotourism.ch www.mendrisiotourism.ch
Unterkünfte, Restaurants, Freizeitmöglichkeiten, Immobilien: www.schweiz-tessin.com
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